Pressetext zu unserem 20er-Jahre-Programm

 

„Wenn ich mir was wünschen dürfte…“ 

 

Eine Hommage an den wirtschaftskrisengeschüttelten Tanz auf dem Vulkan der 1920er Jahre

 

Die STEINLANDPIRATEN führen durch die deutschsprachige musikalische Welt der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Aus einer schweren Wirtschaftskrise, die viele Menschen mindestens an den Rand der Existenz katapultierte - oder sie gar das Leben kostete, entsprang ein Tanz auf Messers Schneide. 

Viele Kreative setzten sich auseinander mit Macht und Armut, Krieg und Gewalt, unterdrückter Sexualität und einer daraus hervorgehenden ungezügelten Lust auf (Er)Leben und Schöpfung in Theater, Kunst, Literatur und Architektur. Auch Kabarett und Schlager erlebten seinerzeit eine Hochzeit und waren selten unpolitisch.

Patti Heidrich, Gesang, und Karsten Schützler, Gitarre, spielen Chansons und Schlager von Friedrich Hollaender, aus der Dreigroschen-Oper (Bertolt Brecht, Kurt Weill), von Klabund, Werner Richard Heymann, Erich Kästner, Kurt Tucholsky u.a.m. Zwischen Liedern wie „Zehn Frauen möcht‘ ich sein“, „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ oder „Surabaya-Johnny“ streuen die STEINLANDPIRATEN kleine Anekdoten zur Zeit, zu den Komponisten und Textern. Es ist (leider) nicht ausgeschlossen, dass Mensch Parallelen zu unserer heutigen Zeit entdeckt - gerade deshalb haben sich die beiden Berliner Musiker den - vermeintlich „Goldenen“ - Zwanzigern verschrieben.